Der Himmel leuchtete in sämtlichen Farben auf, während Berlin seine Wünsche, Hoffnungen und Träume für das neue Jahr in die Winternacht schoss. Deine Wangen schimmerten im warmen Funkenregen des Feuerwerks und den Blitzen von Handykameras auf und gaben die Tränen preis, die sich wie Risse über Dein Gesicht zogen. Ich kann mir Dich gar nicht mehr ohne sie vorstellen. Diese ewigen Narben, die Du eigentlich immer trugst, die so selbstverständlich zu Dir gehörten wie ein Muttermal.
“Du weißt doch selbst, dass sich nichts ändern wird. Nichts wird dieses Jahr besser, nichts!”, sagtest Du ausdruckslos mit leiser Stimme und gingst dabei fast im Stimmenmeer der anderen unter, die einige Meter entfernt von uns tranken, sangen und feierten. Fast dreißig der anderen Partygäste waren mit uns kurz vor Zwölf auf das Flachdach geklettert und wir konnten rundum auf das Nikolaiviertel, das Rathaus, den Dom und den Fernsehturm am Alexanderplatz blicken. Vor wenigen Minuten erst hatten wir alle angestoßen und das vergangene Jahr verabschiedet, uns gegenseitig eine großartige Zukunft im neuen Jahr gewünscht.
Jetzt standen wir uns beide etwas abseits am äußersten Rand des Dachs gegenüber und ich hatte meine Hände an Deinen Hüften, damit Du nicht runterfielst. Über Deine Schulter sah ich, wie sich Kinder in den Straßen unter uns Chinaböller zwischen die Füße warfen. Alles war in schwefligen Silvesterrauch getaucht.
“Hey! Was ist das denn für eine Einstellung? Entspann Dich, alles wird gut. Lass den ganzen Scheiß mal hinter Dir und geh mit offenen Augen ins neue Jahr. Nichts so grau, wie Du immer glaubst. Mach Dir gute Neujahresvorsätze, zieh die durch… dann bekommst Du das alles schon wieder in den Griff.”, versuchte ich Dich aufzuheitern, aber ich hatte solche Worte schon zu oft vergeblich bei Dir verwendet und sie klangen für mich selbst hohl und leer. Hinter Dir explodierte eine weitere Raketensalve im Nebel. Es war schön, wie sich das Licht der Feuerwerke darin brach. Aber das sahst Du gar nicht.
Dein Blick war schon auf die halbleere Sektflasche in Deiner Hand gesunken und Du hörtest mir gar nicht mehr zu. Wie immer. Du hobst die Flasche an, nahmst einen Schluck und sahst mich dann mit einer Mischung aus Verzweiflung und Dankbarkeit an: “Du bist das beste, was mir je passiert ist.” Für einen Moment war es, als ob Deine Augen zwischen meinen Augen hin und herzitterten. Oder Du warst einfach nur so betrunken. Oder ich war es.
Als Du Dich dann zu mir vorbeugtest und mir ins Ohr flüstertest, spürte ich für einen Moment Deine warmen Wangen auf meiner Haut. Beim Schritt zurück blieb davon nur die kalte, nasse Träne übrig und dann warst Du mit einem Mal verschwunden, aus meinen Händen und aus meinen Augen. Es war überhaupt nicht wie im Film. Keine Zeitlupe, keine Musik, gar nichts. Stille. Nur ein einziger Schritt, ein Augenblick, fünf Stockwerke. Der Rauch aus ausgebrannten Wünschen, Hoffnungen und Träumen unter uns verschluckte Dich ohne auch nur eine Spur zu zeigen und nicht mal ein Geräusch bezeugte Deinen Abschied. Nur das fortwährende Knallen der Feuerwerke. Mein Herz raste, aber ich war unfähig, mich zu bewegen oder einen Ton zu sagen.
Ich wünschte mir, Du wärst noch hier. Aber es wäre wahrscheinlich nicht die Wahrheit, zu sagen, dass ich Dich vermisse. Ich habe mich oft gefragt, ob mich das zu einem schlechten Menschen macht.
Wenn ich doch verdammt noch mal nur wüsste, was Du mir ins Ohr geflüstert hast.
Ich habe Dich einfach nicht verstanden.
Nächste Lektion; 3D-Szenen, die dermaßen ewig zum Rendern brauchen, sind ebenfalls nicht ideal für ein create.every day-Projekt geeignet.
Aber auch wenn das Bild natürlich sehr roh und ungeschliffen ist, die Atmosphäre und Stimmung gefällt mir doch ganz gut.
Next lesson learned; 3D scenes that take this long to render aren’t the best idea for a create.every day project either.
But even if the image is of course very raw and unpolished I quite like the atmosphere and the mood.
Diesen Effekt habe ich gestern Abend gebastelt, bevor ich ins Training gegangen bin – mit dem Ziel, daraus später ein etwas handfesteres Video zu machen. Nun ergab es sich aber, dass ich erst heute Vormittag (gerade eben) wieder nach Hause kam und da es im Grunde Betrug wäre, das Video heute noch zu bearbeiten, gibt es hier für Tag 2 nur den Fetzen, den ich gestern Abend schon gebaut hatte.
Lektion gelernt; wenn ich nicht 100%ig weiß, dass ich abends nach Hause komme, um das Ding für den Tag fertigzustellen und hochzuladen, sollte ich es fertigstellen, bevor ich weggehe. Das hefte ich mal so als Startschwierigkeit unter “Getting in the groove!” ab.
I built this little effect yesterday evening before going to training and I wanted to keep working it into some kind of actual little video after I came back home. As it turned out I didn’t return until this morning (just now) and since it would basically be cheating to finish this video today and upload it as yesterday’s post I only have the part of it that I actually created yesterday to show here.
Lesson learned – if I don’t know 100% that I’ll be back in the evening to finish and upload the thing for the day I should get it done before I go out.
I’ll just file this as “rusty start” under “Getting in the groove!”.
