Ich mag den Jahreswechsel. Das Gefühl, einen imaginären Strich ziehen zu können, ein Kapitel abzuschließen und in einem Moment der Reflektion und des Aufatmens neue Träume, Vorhaben und Entwürfe für die Zukunft in Angriff zu nehmen, hat etwas Belebendes.
Das Jahr 2011 war für mich persönlich das anstrengendste, schwierigste und emotional aufreibendste seit einem Jahrzehnt und auch wenn es wohl gerade deswegen ein überaus lehrreiches und im Hinblick auf Lebenserfahrungen und Erkenntnisgewinn bereicherndes Jahr war, erfüllt es mich mit Genugtuung, dieses Jahr nun hinter mir lassen zu können und einen neuen Anfang zu machen.
Neben dem selbstverständlichen primären Ziel, meinen Kurzfilm I Remember The Future zu vollenden und dieses Jahr zu veröffentlichen, habe ich mir zwei wichtige Vorsätze für das neue Jahr gemacht.
Am 24.12.2011 habe ich meinen 24. Geburtstag gefeiert. Im Allgemeinen wird gesagt, dass der menschliche Körper (und Geist) mit 25 sein maximales biologisches Potenzial erreicht und von dort an langsam abbaut. Natürlich hat das nichts mit dem tatsächlichen Zustand zu tun – wer beispielsweise bis 35 Couch Potatoe war und dann anfängt, Sport zu treiben und gesünder zu leben, erreicht sein persönliches Potenzial natürlich deutlich später. Aber er wird niemals so fit und vital werden, wie er mit 25 hätte sein können.
Mit dieser Überlegung habe ich mich entschlossen, dieses letzte verbleibende Jahr ausgiebig zu nutzen, das mir bis zum unvermeidlichen Niedergang meiner Kräfte noch bleibt.
Mein erster Vorsatz für das neue Jahr ist daher, in diesem Jahr körperlich in die beste Form zu kommen, in der ich jemals war. Ich werde viel Sport machen, mich gesund ernähren und ambitioniert trainieren – und sogar ein Kickboxen-Turnier bestreiten. Mindestens eins!
Mein zweiter Vorsatz ist das Yang zu diesem Yin. Gemäß dem Zitat des römischen Dichters Juvenal “Orandum est, ut sit mens sana in corpore sano.”, “Man möge darum beten, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist sei.”, werde ich auch meinen Geist üben. Kreativität, wie jedes Talent, ist wie ein Muskel, der trainiert werden muss. Wird er nicht genutzt und auf die Probe gestellt, verkümmert er. I Remember The Future ist für mich ein großes und unsagbar wichtiges Projekt, allerdings ist es sehr zeit- und arbeitsaufwändig. Die meisten kreativen Entscheidungen habe ich bereits vor langer Zeit gefällt und in der Postproduktion dreht sich das meiste nun eher um die technische und handwerkliche Umsetzung dieser Ideen.
Daher rufe ich heute mein Projekt create.every day ins Leben. Die Regeln lauten folgendermaßen:
Ich werde jeden Tag etwas erschaffen und hier online stellen. Sei es eine Grafik, ein Foto, eine Kurzgeschichte, ein Gedicht, ein kurzes Video, irgendetwas. Bilder und Worte sind die Werkzeuge, mit denen ich vertraut bin, daher wird es sich wohl immer irgendwo in diesem Spektrum bewegen. Das Ziel ist dabei nicht, jeden Tag ein Meisterwerk zu schaffen – das ist wohl unmöglich und auch viel zu zeitaufwändig – , sondern mich selbst dazu zu zwingen, jeden Tag kreativ zu denken und Output zu kreieren. Einfach mal drauflos spinnen und spielen – und die Angst überwinden, es sei zu schlecht, zu langweilig, zu unoriginell, zu trivial, zu hässlich oder dumm. Egal wie unzufrieden ich mit mir bin, am Ende des Tages muss auf dieser Seite etwas neues zu sehen oder zu lesen sein.
Das Projekt ist nicht als Showcase irgendwelcher Fähigkeiten gedacht, sondern genau andersrum, als Training. Ich glaube, es ist eine sehr spannende und fordernde Aufgabe, jeden Tag irgendeine Form von kreativer Schöpfung hervorzubringen und sei sie auch noch so simpel. Bestimmt wird dabei viel Schrott rauskommen, sei es, weil ich nur sehr wenig Zeit oder einen schlechten Tag habe. Mein Hauptfokus ist schließlich nach wie vor I Remember The Future.
Creativity is allowing yourself to make mistakes. Art is knowing which ones to keep.
Wichtig ist, dass ich diesen guten Vorsatz für das neue Jahr nicht im Sand versickern lasse und mir auch nicht die Kugel gebe, sollte ich es mal einen Tag überhaupt nicht schaffen, etwas online zu stellen. Statt zu sagen “Verdammt, das war’s dann wohl, das kann ich nicht auf Dauer aufrecht erhalten!” und aufzugeben, will ich mich einfach darüber ärgern, aber am nächsten Tag dann wieder weitermachen. Ich hoffe, das klappt. Wir werden es sehen.
Mit dem Titelbild zu diesem Blog Post ist schon mal der erste Schritt getan. Bleiben noch 365. Verdammtes Schaltjahr!
Los geht’s! Bis morgen.
I like it when a year draws to a close. The feeling of being able to draw an imaginary line, to close a chapter. Taking a deep breath and a moment of reflection in order to go about new dreams, plans and projects for the future is very exhilarating to me.
The year 2011 was the most strenuous, difficult and emotionally exhausting in the last decade for me personally. Any though it may have been a very instructional and in regards to experiences life-enhancing year for that very reason, it fills me with a sense of gratification to now finally leave this year behind me and make a fresh start.
Besides my natural primary goal of finishing and releasing my short film I Remember The Future this year, I made two important resolutions for this new year.
On December 24th of 2011 I celebrated my 24th birthday. It is generally said that the human body (and mind) reaches its highest biological potential at about age 25 and from that point on begins to slowly degenerate. Of course this has nothing to do with one’s actual state; if a couch potato reaches 35 and suddenly starts living more healthily that person naturally reaches their potential a lot later. But they will never be as fit and vital as they could have been at 25.
Considering this I decided to make good use of this last remaining year before the inevitable downfall of my strength.
Thus my first resolution is to get in the best shape I’ve ever been physically. I’ll work out a lot, eat healthily and train with dedication. And I will even fight in a kickboxing tournament. At least one!
My second resolution is the Yang that fits to this Yin. In agreement with the quote by roman poet Juvenal ”Orandum est, ut sit mens sana in corpore sano.”, ”One shall pray that there be a healthy spirit in a healthy body.” I will also train my mind. Creativity, like any talent, is like a muscle that needs to be excercised. If it isn’t used and challenged, it will wither. I Remember The Future is a big and incredibly important project to me but it is very time-consuming. I have made most of the creative decisions already a long time ago and now in postproduction it is mostly about the technicalities of getting those ideas and decisions made into images.
This is why today I start my project create.every day. The rules are as follows:
I will create something and post it online here every day. Be it a graphic, a photo, a short story, a poem, a short video… anything, really. Images and words are the tools I’m the most familiar with, so my creations will probably be mostly in that area. The goal here is not to create a masterpiece every day, which would be impossible and way too time-consuming, but instead simply to force myself every day to think creatively and create some output. Just brainstorm and play around – and overcome the fear and doubts which tell me, it’s too bad, too boring, too unoriginal, too trivial, too ugly or too stupid. No matter how unsatisfied I am with myself, at the end of the day there will have to be something new to look at or to read on this website.
This project is not meant to be a showcase of any abilities but quite on the contrary, as an excercise. I believe it is a very exciting and demanding challenge to generate some form of creative output every day, no matter how simple the result may be. I’m sure there will be lots of rubbish, maybe because I don’t have enough time or simply because I’m having a bad day. My main focus still is I Remember The Future, after all.
Creativity is allowing yourself to make mistakes. Art is knowing which ones to keep.
But it is important, that I don’t let this resolution just end in talk or kill myself if I absolutely can’t find the time to put something online one day. Instead of saying “Damn, that was it, I failed and I can’t keep this up!” and giving up I want to get over it and simply continue the next day. I hope, this will work out. We will see.
The title image of this blog post is the first step. Only 365 to go. Frickin’ leap year.
It’s on! See you tomorrow.
Es ist vollbracht, I Remember The Future ist abgedreht!
Nachdem der finale Studiodreh inzwischen mehrere Male verschoben werden musste, weil die Organisation entweder am Drehort, dem Equipment oder dem Rekrutieren diverser Cast- und Crewmitgliedern scheiterte, ist in den letzten Tagen endlich die letzte Klappe gefallen und mein erster Kurzfilm I Remember The Future ist im Kasten. Die Arbeit ist damit keineswegs vorbei – nun wird die intensive SciFi-Postproduktion in die Vollen gehen – aber die Dreharbeiten sind abgeschlossen und wir sind einen entscheidenden Schritt näher an der Vollendung des Films.
Vielen, vielen Dank an den tollen Cast und die tapfere Crew für ihren Einsatz und ihre Leidenschaft – es hat großen Spaß gemacht.
Ihr wart ein großartiges Team und habt einander, mich und den Film mit Eurem Enthusiasmus und Euren Ideen inspiriert und bereichert. Ich bin wahnsinnig dankbar für Eure Unterstützung und freue mich darauf, auch in Zukunft mit Euch zusammenzuarbeiten, wenn sich die Gelegenheit ergibt.
Als Dankeschön gibt es hier einen kurzen Zusammenschnitt der Behind the Scenes-Aufnahmen, die Leo Claussen, Nick Lory und Christian Wendt für uns festgehalten haben – danke auch an sie!
Fotos vom Dreh sowie weitere News zum Film folgen bald, stay tuned!
Es ist eine ganze Weile her, dass es das letzte Update zum Film gab und dafür bitte ich Euch um Entschuldigung. Unser Film hat durch zahlreiche Ausfälle, Terminkonflikte und Verschiebungen einige Rückschläge im Zeitplan erlitten und während die Nachbearbeitung der bereits abgedrehten Szenen zwar stetig voranschritt, ist der letzte wichtige Dreh bisher nicht zustande gekommen. Das ändert sich nun – Anfang Dezember gehen wir nun endlich in die finale Runde!
Für diejenigen unter Euch, die bei Google+ sind, gibt es nun auch eine eigene Google+ Seite zum Film.
Dort könnte Ihr den neuesten Updates folgen und mit uns in Kontakt treten. Ich möchte mich nochmals unendlich für Eure tolle Unterstützung bedanken, sowohl bei der Crowdfundingkampagne auf startnext.de als auch mit Euren netten Worten! Rückblickend hätte ich Euch einfach öfter auf den neuesten Stand bringen sollen, aber ich wollte unbedingt mit guten Nachrichten aufwarten und es fiel mir schwer, Euch mit Organisationsproblemen zu nerven.
Bei einem solchen Projekt, an dem alle Beteiligten ohne Gage und nur aus Liebe zum Film arbeiten ist es manchmal schwer, alle Terminkalender abzustimmen.
Ich hoffe, Ihr verzeiht das – jetzt geht es im Spurt auf den letzten Dreh zu und danach wird es definitiv wieder häufigere Updates bis zum Release des Films geben!
Wer uns ganz konkret dabei helfen will, den Film fertigzustellen und selbst Filmemacher ist, wird sich bestimmt über unseren Crew Call freuen. Um unseren Cast und die Crew vollzubekommen, suchen wir dringend noch nach engagierten Film- und SciFi-Fans für einige Posten. Wenn Ihr Filmschaffende seid und Interesse habt, seht ihn Euch an und meldet Euch oder sagt es weiter an befreundete Filmemacher!
